„Es ist alles Eitel“ dichtete Andreas Gryphius 1637 über die Vergänglichkeit allen Irdischen. Das war zu einer Zeit, als der ewige Zwiespalt zwischen Demut und Hochmut ins Zentrum barocker Hochkultur rückte und „Memento mori“ (bedenke, dass du sterben musst) und „Vanitas“ (dt. Eitelkeit) mehr waren als nur  Motive für zeitgenössische Stilleben. Dabei beruhte die ursprüngliche Bedeutung der Vanitas offenbar auf einem Übersetzungfehler des hebräischen Wortes „הבל häväl“, welches eigentlich „Windhauch“ meint, jedoch in der lateinischen Bibel fälschlicherweise mit Eitelkeit übersetzt wurde.

Ein luftig leichter und subtiler Vanilleduft ist Vanitas von Profumum Roma; ungewöhnlich filigran, wenn man an die sonst eher wuchtigen Profumum Düfte denkt. Eine vannillig weiche Kombination aus einem Hauch von Myrrhe, die allzuviel Süße dämpft und einem zartem Schmelz aus dunkler Schokolade, dazu liebliche Orangenblüten auf einer cremigen Sandelholzbasis. Was wie Rezeptur für ein raffiniertes Dessert klingt, präsentiert sich alltagstauglich tragbarer Gourmandduft, der zwar filigran, jedoch alles andere als schnell vergänglich ist, sondern im Gegenteil ziemlich lange auf der Haut bleibt.

Profumum Roma •  Vanitas • Eau de Parfum  •  100 ml  •  via www.duftcontor.de

Gibt es seit 2008.

Duftnoten

  • Vanille, Myrrhe
  • Orangenblüten
  • Sandelholz