L’Eau de Paille ist ein Bild und kein Getränk. Obwohl man bei „Strohwasser“ zunächst an Wodka und co. denkt, beschwört Serge Lutens mit diesem Duft aus der L’Eau-Serie die Imagination eines warmen, trockenen Sommertages mit einem Ereignis dem man früher, insbesondere auf dem Lande, entgegenfieberte. Die Getreideernte war körperliche Schwerstarbeit und Ereignis gleichermaßen. Es wurde gut gegessen und noch mehr getrunken, es gab Musik, Tanz und ein Erntefest.
„Lachen erschallte in der Luft des Sommers 1954, der ein glückliches Ende nahm. Trotz der ergiebigen Ernte und der daraus resultierenden ausgelassenen Freude behielten meine Knöchel jedoch noch die Erinnerung an die Halme, die sich durch meine Socken bohrten. Diese Warnung galt für den nächsten Halm, der mindestens genauso spitz war wie diese Banderillas. Ein Mann mit einem auffordernden Lächeln lehnte an einem Mühlstein und bewegte den Stängel einer Kornblume zwischen seinen zusammengepressten Zähnen von einem Mundwinkel zum anderen.“ (Serge Lutens)
Ein subtiler Begleiter für jeden Tag ist so enstanden. L’Eau de Paille ist sanfter Duft, der schwebend zwischen feminin und maskulin balanciert, der – auch wenn es merkwürdig klingt – im Auftakt frisch und warm zugleich erscheint, um dann mehr und mehr an zartsüßer Wärme zu gewinnen, während im Hintergrund die Kombination aus kaum wahrnehmbarem Weihrauch und Vetiver für ein subtiles aber dennoch stabiles Fundament sorgt. Ein Duft, den Serge Lutens „blond“ nennt, der tatsächlich golden wirkt wie ein sanft wogendes Weizenfeld mit einer großen Portion Himmelsblau und einer kleinen Prise Staub.

Serge Lutens • L’Eau de Paille • Eau de Parfum • 50 ml, 100 ml
Gibt es seit 2016

Duftnoten
  • Getreidenoten, Weihrauch, Vetiver