Juliette Has a Gun: Calamity J (2009) | Duftbeschreibung
Sie rauchte, trank und fluchte. Und wenn sie nicht gerade besinnungslos betrunken war, konnte sie mit ihrem Gewehr mindestens so gut umgehen wie ihre männlichen Kollegen. Calamity Jane war die einzige Revolverheldin im Wilden Westen und eine Ausnahmeerscheinung in der Männergesellschaft im Amerika des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Mit ihrer unerwiderten Liebe zu Wild Bill Hickok war sie im tiefsten Herzen nicht nur eine heillose Romantikerin, sondern auch die Inspiration für Romano Riccis fünften Duft Calamity J für sein Label Juliette has a Gun.
Calamity J von Juliette Has a Gun
- Eau de Parfum
- Inhalt: 50; 100 ml
Bezugsquellen & Infos via District Two
Der Duft
Der Duft startet ungewöhnlich mit Duftnoten, die üblicherweise in der Basis verwendet werden: Die Kombination von Ambroxan, einem Bestandteil des natürlichen Ambergris mit Patchouliblättern ergeben einen dunklen, trockenen und trotzdem soften Tabak-Lederakkord mit holzigen Untertönen und einem Hauch luftigen Lavendel. Calamity Jane raucht, trinkt und sie trägt weiches Leder, dem die Basis aus Moschus und feiner Vanille Ecken und Kanten nimmt: Maskuline Noten mischen sich mit dem süßen Aroma weiblicher Haut und ergeben einen Duft, der trocken, weich und dunkel ist.
Design/Packaging Konzept/Inspiration Originalität Intensität/Haltbarkeit Duftentwicklung
Fazit
Mit Ihrer Mischung aus Tomboy und Femme Fatale ist Lou Doillon Romano Riccis Calamity J(ane). Wie der Duft, spielt die Tochter von Jane Birkin mit maskulinen Codes, wirft einen lasziven Blick auf männliche Attitüden und lotet kokett feminine Grenzbereiche aus, ohne das (weibliche) Terrain zu verlassen. Trotzdem ist Calamity kein “schwieriger” oder gar “spezieller” Duft, sondern bei aller Besonderheit ebenso alltagstauglich wie unkompliziert; leicht und trotzdem langanhaltend.
Duftnoten
- Patchouli, Ambroxan, Iris, Amber, Lavendel
- Moschus, Vanille











